Nachdem das altehrwürdige Haus an der Kursaalstrasse 6 während 32 Jahren achtzehn Kund*innen von Wohnenbern ein Zuhause geboten hatte, entschied sich die Stiftung Scherbarth im vergangenen Jahr, den Mietvertrag nicht zu verlängern.

Dieser schwer verständliche Entscheid war nicht nur für uns, sondern vor allem für viele unserer langjährigen Kund*innen ein grosser Schock. Denn: Wo findet eine gemeinnützige Organisation so kurzfristig bezahlbaren Wohnraum für knapp zwanzig Menschen mit geistigen und psychischen Einschränkungen?
Schnell wurde klar, dass nur eine konkrete Option in Frage kam: der sich im Umbau befindliche Moritzweg 7.
Für diese Liegenschaft hatte Wohnenbern vom Fonds für Boden- und Wohnbaupolitik sowie von Immobilien Stadt Bern die Zusicherung erhalten, die 24 neuen Studios und Zweizimmerwohnungen im Gesamtmietvertrag übernehmen zu dürfen. Eine Rettung in der Not – und ein echter Glücksfall!
Trotz des grossen logistischen Aufwands verlief der Umzug im April 2025 sehr erfolgreich. Auch wenn die neuen, individuellen Wohnungen für unsere Kund*innen eine klare Verbesserung der Wohnsituation darstellen, hinterliessen der Abschied vom vertrauten «alten Zuhause» im Breitenrain, die ungewisse Zukunft und der Neubeginn in einem fremden Quartier ihre Spuren.
Unser besonderer Dank gilt Immobilien Stadt Bern für die grossartige Zusammenarbeit während der Umbauphase sowie der Nachbarschaft im Murifeld für das herzliche Interesse und Wohlwollen, das sie uns an der Eröffnungsveranstaltung so zahlreich entgegengebracht hat.
Wir freuen uns auf den Neuanfang im Murifeldquartier!

260 Kisten werden an der Kursaalstrasse 6 gepackt und mit Namen und neuer Wohnungsnummer beschriftet

Transport der Kisten an den Moritzweg 7 durch das Hauswartteam

Nach 32 Jahren: Adieu Kursaalstrasse 6! Unter dem Fenster ist noch «Sozialwerke Pfarrer Sieber» zu lesen.

Ein Willkommensgruss in der neuen Wohnung am Moritzweg 7

Marc Hurni macht sich daran, die Kisten im neuen Zuhause wieder auszupacken.

Das erste Zmittag steht im Innenhof parat
