2025 brachte viel Bewegung in unsere Wohnanagebote: Die FrauenWG zog in die Länggasse, das betreute Wohnen von der Kursaalstrasse an den Moritzweg, und an der Weberstrasse gingen 16 neue Studios in Betrieb.

Im Frühling und Sommer 2025 herrschte bei Wohnenbern rege Umzugsaktivität: Zwischen April und Juli konnten wir drei neue Liegenschaften beziehen:
Mit den vier externen Studios, die zum WG-Setting dazugekommen sind, können wir neu eine schrittweise Ablösung und das Erproben des selbstständigen Wohnens ermöglichen.
Der Aufwand des Umzuges hat sich sehr gelohnt. Die Kundinnen und Mitarbeiterinnen erleben durch die Nähe zum Stadtzentrum und zur Geschäftsstelle von Wohnenbern, dem grossen privaten Aussenbereich und der helleren und grösseren Wohnumgebung einen grossen Mehrwert.»

F.O., Kundin: «Ich kam 2024 in der «alten» FrauenWGam Egelsee an. Im Juli 2025 zog ich in ein ausgelagertes Studio in der Länggasse. Ich schätze daran den sonnigen Balkon und die Blumen, und dass ich ein Badezimmer für mich selbst habe. An das Alleinwohnen musste ich mich zuerst gewöhnen. Ich bin froh, dass ich täglich Anschluss zum Team und zu den anderen Frauen in der FrauenWG habe. Ich schätze die Freundlichkeit, die mir bei Wohnenbern entgegengebracht wird. In Bern gefällt es mir gut. Ich lerne fleissig Deutsch in der ISA-Fachstelle für Migration und hoffe, dass ich hier weiterhin wohnen, arbeiten und lernen darf.


Gerda Bigler, Leitung Nachtwache: «Die Beziehung zu den Kund*innen ist nach dem Auszug aus der Wohngemeinschaft an der Kursaalstrasse in die Einzelstudios am Moritzweg anders geworden: Man trifft sich vor allem im Gemeinschaftsraum, wo die Kaffeemaschine steht. Dort finden nun die meisten Gespräche statt.
Geändert hat sich auch, dass am Moritzweg nicht nur betreutes, sondern auch begleitetes Wohnen angeboten wird. Das heisst, dass unsere Kundschaft sehr durchmischt ist: manche Kund*innen haben täglichen Bedarf für lange Gespräche und Unterstützung, andere sehen wir weniger.
Ein grosser Unterschied ist es auch, dass nun alle Kund*innen ein eigenes Bad und WC und eine eigene Küche haben. Nicht alle Kund*innen benutzen die Küche, aber zusätzlich zur Halbpension, die im DOCK8 angeboten wird, kochen doch einige ab und zu selbst.
Im Gegensatz zu den WGs ist die Herausforderung grösser, in den Studios die Hygiene und Sauberkeit zu gewährleisten. Dies ist mit ein Grund, weshalb wir beim Umzug von der Kursaalstrasse an den Moritzweg eine neue Stelle «Hauswirtschaft» geschaffen haben. Tanja Rieder ist zusammen mit mir jeden Tag vor Ort und hat den Überblick über das Haus und die Menschen.»

Tanja Rieder, Hauswirtschaft: «Seit gut einem Jahr bin ich die «gute Seele» am Moritzweg, sozusagen die Tätschmeisterin der Liegenschaft. Ich mache eigentlich mehr oder weniger alles: Hauswirtschaft, Hauswartschaft, Umgebungspflege… Zudem habe ich viel Kontakt mit den Kund*innen, was ich sehr schätze und was mir viel Freude bereitet.
Das Schöne an meiner Arbeit ist, dass ich sehr selbständig arbeiten kann, der Umgang mit den verschiedenen Menschen mit ihren Geschichten und einfach alles! Es ist wirklich ein toller Job. Eigentlich habe ich schon lange genau das gesucht - es passt total zu mir.
Die grösste Herausforderung ist sicher, dass ich nie weiss, was mich in einem Studio erwartet: welchen Gerüchen ich begegne, ob es sehr schmutzig ist und ob die Kund*innen gut zwäg sind oder ob sie sich in einer Krisensituation befinden. Wenn es ihnen nicht gut geht, beschäftigt mich das manchmal schon. Ich denke, das ist menschlich und darf so sein. Aber ich bin wirklich sehr happy mit meinem Job!»

Stephan Fischer, Kunde Moritzweg: «Ich wohne nun seit dem Umzug im April 2025 am Moritzweg. Ich habe mich sehr auf den Umzug gefreut. Zuerst dachte ich, es gebe ein Eineinhalbzimmerstudio - dass ich eine Zweizimmerwohnung erhielt, war eine grossartige Überraschung!
Ich erinnere mich gut an die erste Nacht: ich legte mich ins Bett und es war einfach ruhig. In meiner alten Wohnung war es sehr lärmig: Feuerwehr, Sanität, Eisenbahn und eine grosse Strassenkreuzung!
Am meisten schätze ich die Betreuung. Ohne Betreuung wäre ich nicht mehr da. Ich wäre verzweifelt. Ich schätze den Verein Wohnenbern und die Mitarbeitenden, mit denen ich Gespräche führen kann, allgemein sehr. Auch die Möglichkeit, dass ich im Restaurant DOCK8 mitarbeiten kann, finde ich toll. Die Frauen im Service sind sehr lieb zu mir. Ich habe ihnen viel zu verdanken.
Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, wäre es, dass der Moritzweg besser isoliert wäre. Im Winter war es manchmal kalt. Aber trotzdem: Merci an Wohnenbern!

