Das DOCK8 Restaurant-Beratung-Kultur hat seine Rolle als kultureller und inklusiver Treffpunkt und «Wohnzimmer für alle» in der Stadt Bern weiter gestärkt. Insgesamt nahmen 3498 Siedlungs-, Quartier- und Stadtbewohnende sowie Kund*innen von Wohnenbern an 173 Veranstaltungen teil.


Veranstaltungsformate, die regelmässig stattfinden oder an bestehende Angebote anknüpfen, haben sich in den letzten Jahren als besonders wirkungsvoll erwiesen. Sie schaffen Kontinuität und ermöglichen es, Beziehungen langfristig zu stärken. Dazu gehören das Support Café sowie thematische Veranstaltungen und Film- und Diskussionsreihen. Sie bieten Gelegenheit, sich mit aktuellen Themen auseinanderzusetzen und miteinander ins Gespräch zu kommen, gleichzeitig tragen sie zur Vernetzung im Quartier bei und fördern gegenseitige Unterstützung.
Das Support Café hat sich letztes Jahr als eines dieser regelmässigen Angebote etabliert. Es unterstützt bei administrativen Fragen und schafft gleichzeitig Raum für Austausch. Im Theater Atelier arbeitet eine konstante Gruppe gemeinsam mit einem Theaterpädagogen an einem eigenen Projekt und gestaltet Inhalte sowie Prozesse eigenständig mit. Diese beiden Angebote konnten dank der Unterstützung der Glückskette aufgebaut werden.

Die Ausstellung «Suffizienz! Was gewinnen wir, wenn wir weniger verbrauchen?» sowie die Filmreihe «Films to open our eyes» griffen gesellschaftlich relevante Themen auf und luden zur gemeinsamen Diskussion ein. Im Anschluss an den Film «Home is the Ocean» entstanden Gespräche über Klimaschutz und solidarisches Zusammenleben zwischen Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven.
Mit dem Oldies Brunch entstand zudem in Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche und der Stadt Bern ein Angebot für ältere Menschen, das soziale Kontakte fördert und einen niederschwelligen Rahmen für Begegnung schafft. Insgesamt zeigen diese Beispiele, wie Mitwirkung im DOCK8 aktiv gelebt wird.
Auch durch das 5-Franken-Solimenu bietet das DOCK8 nebst der Verpflegung die Möglichkeit, mit anderen Menschen in Austausch zu kommen. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 1334 Solimenüs serviert.
Ein weiterer Höhepunkt war die Frühlingswoche, die auf Ideen von Kindern und Jugendlichen basierte und ein abwechslungsreiches Programm mit kreativen, sportlichen und gemeinschaftlichen Aktivitäten bot. In diesem Bereich ist vor allem die reformierte Kirche federführend.
Auch im kommenden Jahr werden die drei Trägerorganisationen des DOCK8 Teilhabenzentrums, bestehend aus dem Verein Wohnenbern, der katholischen und reformierten Gesamtkirchen, das DOCK8 als offenen Begegnungsort weiterentwickeln. Durch gezielte Weiterbildungen des Soziokulturteams soll der Zugang zu den Angeboten weiter verbessert und noch mehr Menschen eine niederschwellige Teilnahme ermöglicht werden. Ziel bleibt es, Begegnung zu fördern, Mitwirkung zu stärken und den sozialen Zusammenhalt im Sozialraum zu festigen.
Nicole Wehinger, Soziokultur & Inklusion: «Das DOCK8 hat sich im Jahr 2025 weiter als offener Begegnungsort in der Siedlung Holliger etabliert und wird von vielen Bewohner*innen der Siedlung, Quartierbewohnende sowie Besucher*innen aus der Stadt als «Wohnzimmer für alle» genutzt.
Die Vielfalt der Angebote und das Engagement zahlreicher Beteiligter prägen das DOCK8. Viele Menschen gestalten das Programm aktiv mit. Im Zusammenspiel von Gastronomie, Beratung sowie kulturellen Veranstaltungen und Bildungsformaten entsteht ein Ort, an dem Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen aufeinandertreffen. Im DOCK8 gibt es zahlreiche niederschwellige Möglichkeiten, Anliegen einzubringen und Unterstützung zu erhalten. Die Koordination dieser Aufgaben fordert mich täglich heraus. Ich schätze die Vielfalt meiner Arbeit und den Kontakt zu den vielen unterschiedlichen Menschen sehr.»